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Dienstag, 14. Juli 2009

Fujisan

[Update]: Hab ein paar Bilder von Robert und Tim hinzugefügt, auf denen ich auch zu sehen bin ;)

Ein japanisches Sprichwort lautet (frei übersetzt):

Nur wer den Mount Fuji bestiegen hat ist ein richtiger (japanischer) Mann... wer es zweimal tut ist ein Narr!
Diesem Sprichwort kann ich nun aufgrund eigener Erfahrungen in jeder Hinsicht zustimmen! :D

Aber fangen wir Vorne an: In der Nacht von Sonntag auf Montag haben wir uns aufgemacht um den Mount Fuji zu besteigen. Warum zum Teufel in der Nacht? Um von dort Oben Morgens um 4:30 die Sonne über dem Pazifik aufgehen zu sehen!

Zuerst mal ein paar Infos zum Berg:
Der Mount Fuji ist ein ruhender Vulkan mit einer Höhe von 3776m. Zum Vergleich: der Brocken ist niedliche 1141m hoch, die Zugspitze immerhin 2962m. Er hat die ideale Form eines Vulkans, also ein Kegel mit Krater am Ende. Deshalb ist er ein beliebtes Motiv für Fotos, wenn er mal ausnahmsweise nicht in Wolken gehüllt ist (ich zweifle immer noch daran das das möglich ist...). Die meiste Zeit des Jahres ist die Spitze mit Schnee bedeckt. Klettersaison ist im July und August wenn der Schnee getaut ist. 3000 Besucher wagen sich dann täglich an den Aufstieg (kann also nicht so schwer sein denkt man jetzt). 10 Stationen gibt es auf dem Weg zum Gipfel. Startpunkt ist meist die 5. Station auf 2300m, es gilt also 1476 Höhenmeter zu überwinden.

Dort war dann auch unser Ausgangspunkt. Um 22 Uhr machten wir uns auf den Weg. Unwissend wie wir waren, hielten wir uns für recht gut ausgerüstet. Einige Touristen machten sich in Shorts und ohne Jacke auf den Weg (die Armen Trottel), die Japaner hingegen waren meist perfekt ausgestattet: Wanderstöcker, Helmlampe, Regenanzug, festes Schuwerk, Funkgerät für den Notfallfunk ... Haben wir uns nix bei gedacht, sind halt Japaner... Unsere Ausrüstung: 2 Pullis, Regenjacke, Mütze, Jeans und Straßenschuhe. Dazu hab ich mir Socken über die Hände gezogen. Rückblickend muss ich sagen, das war das absolute Minimum!

Die ersten Meter waren recht entspannend. Auf gut befestigten Wegen ging es Aufwärts. Easy! Ab der 6. Station dachten wir jedoch wir sind im falschen Film. Man musste sich plötzlich über große Lavasteine gerade den Berg hocharbeiten! Es gibt zwei Wege den Berg hinauf, was uns jedoch erst im Nachhinein bewusst geworden ist: einen "Hiking" (Wandern) und einen "Climbing" (Klettern) Weg. Den feinen Unterschied werde ich so schnell nicht vergessen, wobei man bei "Climbing" stellenweise auch noch ein "Free" ergänzen könnte! Oh was haben wir über die Kopflampen der Japaner geschmunzelt... so eine hätte mir das Klettern wesentlich erleichtert.
Es wurde immer steiler. Die einzige Führung bestand aus Ketten an Eisenstangen, jeweils rechts und links, meist mit 3-5m Abstand. Einen klaren Pfad oder so gab es selten. Teilweise musste man sich echt einen Moment hinstellen und sich mit der Taschenlampe einen Überblick verschaffen. Mit der Höhe nahm auch der Wind zu. Plötzliche Windböen, die auch noch bergab gerichtet waren, konnten einen gehörig aus dem Gleichgewicht bringen! 1,5 Hände waren nicht immer genug (Taschenlampe blockierte ja eine Hand) und die Böen hatten die Angewohnheit im ungünstigsten Moment zuzuschlagen. Ab der 7. Station ließ der Kletteranteil zum Glück nach. Ab der 8. ging es den nur noch in Serpentinen Bergauf.

Ein Problem geht und ein Anderes kommt: Ab 3000m spürt man die Symptome der Höhenkrankheit recht deutliche. Durch den geringeren Luftdruck sinkt der Anteil an Sauerstoff den man mit einem Atemzug aufnehmen kann. Also schneller Atmen. Das dumme ist nur, dass der Körper die Atemfrequenz anhand des CO2-Gehaltes reguliert und der nun mal nicht steigt. Man muss also selber daran denken schneller und tiefer Einzuatmen!
Wenn man das nicht tut sind die typischen Symptome Kopfschmerzen, Verwirrung, Sinnestäuschungen und natürlich die stark verringerte Leistungsfähigkeit. Bis auf Letzteres bin ich zum Glück verschont geblieben. Nahe des Gipfels wurde das allerdings zum echten Problem: vier(!!!) Schritte und man war aus der Puste, 10m und es ging nix mehr! 5-6 mal Durchatmen und es war wieder OK. Die Pumpe war eigentlich immer am Anschlag. An Reden war nicht zu denken, ein Wort = ein Schritt weniger. Als Benni zur eigenen Erheiterung vor sich hinsingen wollte, hat er das sehr schnell gemerkt...

Ab der 9. Station kam dann noch ein Problem hinzu: STAU! Die leichte und die schwierige Route trafen sich hier und es reihte sich ein Japaner an den Nächsten! Stop and Go.... Da wir recht großzügige Pausen gemacht hatten, geriet unser Plan, den Sonnenaufgang vom Gipfel zu erleben, arg ins wanken. Also ausscheren und überholen! Gar nicht so einfach bei der dünnen Luft aber was will man machen...
Das war einer der Momente an dem ich an den Grenzen meiner physischen und psychischen Leistungsfähigkeit war (oder auch dadrüber hinaus je nachdem wie man das definiert). Zum Glück musste man an den Kurven meist warten und konnte etwas Sauerstoff für den nächsten Sprint aufladen :). Die Windböen waren nun mit kleinen Steinen angereichert und so hefftig, dass ich mich 2-3 mal zu Boden werfen musste.

Belohnung nach 6 Stunden inklusive Pausen für die ganze Anstrengung: ein "Atemberaubender" Sonnenaufgang...

Lange hielt es uns nicht oben: Es war kalt (5 Grad). Es war windig(~60km/h in Böen!!!). Wir waren erschöpft. Also Fotos gemacht und ab nach unten. Diesmal auf dem leichten Weg. Dieser bestand aus losem Lava-Kies in den man 5-10cm einsank. Gut für die Knie, schlecht für meine Halbschuhe die nun deutliche Spuren aufweisen... Trotz des weichen Kieses wünschten sich meine Knie recht bald ein paar Wanderstöcke zu Entlastung. 8 Stunden zuvor: "Haha diese Japaner mit ihren Stöckchen...", hinterher ist man halt immer klüger. Der Wind ließ uns auch nicht in Ruhe und ärgerte uns wieder mit kleinen Steinchen. Nachdem wir einmal falsch abgebogen waren und eine gefühlte Ewigkeit wieder Bergauf mussten, waren wir nach 3 Stunden Abstieg wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen. Wir mussten allerdings noch 2 Stunden auf unseren Bus warten :(

Fazit: Es ist nicht nur die tollen Aussicht, die dieses Erlebnis unvergesslich macht, sondern auch das Wissen, seine Körper bis ans Limit gebracht zu haben! Und natürlich auch ein klein wenig Stolz ;)

ABER... so einen Scheiss werde ich NIE WIEDER machen! :D

So und wer bis hierhin meinen erschreckend langen Text ertragen hat darf sich nun auch die Bilder ansehen...
Fujisan

Montag, 22. Juni 2009

Kein Kommentar

Da kann man sich als Rockfan doch nur an den Kopf fassen:

Fischmarkt

Ok nun hab ich diesen halbfertigen Eintrag schon ne Woche hier rumgammeln nun muss ich ihn endlich mal fertig schreiben :D

Also, letzte Woche waren wir auf dem Fischmarkt von Tokio. Ich hab mal entwas bei Spiegel Online geklaut:

Der Tsukiji-Fischmarkts in Tokio ist der wohl weltweit größten seiner Art. Mehr als 2500 Tonnen Fisch werden hier täglich umgeschlagen - im Wert von fast 2,5 Milliarden Yen (mehr als 15 Millionen Euro). Rund 65.000 Menschen arbeiten auf einem Gebiet so groß wie ein Stadtteil. An mehr als 1600 Ständen wird jeden Tag gehandelt, was das Meer hergibt - rund 450 verschiedene Sorten Fisch.

Das dumme am Fischmarkt ist allerdings, das im 7 Uhr Morgens die ganze Show schon gelaufen ist. Wenn man was sehen will muss man um 5 Uhr in der Früh da sein! Das allerdings führt zu einem weiteren Problem: In diesem hinterwäldlerischen Kaff fahren von 1 Uhr bis 5 Uhr keine U-Bahnen. Es würde sicher nicht an Fahrgästen mangeln, aber der Kodex der Japaner verbietet es ihnen zu dieser Zeit auf der Strasse gesehen zu werden. Um das Problem zu lösen haben wir die Nacht in Shimbashi verbracht, was sehr nah am Fischmarkt liegt. Übernachtet haben wir in einem Internetcafé.... klingt jetzt verrückt, ist hier aber durchaus üblich. Die Internetcafés sind auch darauf ausgerichtet, und bieten separate Kabinen mit einem Recht bequemen Liegesessel, mit 12 Euro für 4 Stunden eine billige alternative zum Hotel. Ich konnte den Umständen entsprechend recht gut schlafen (Benni allerdings nicht :D)

Hier die Fotos:
Fischmarkt

Donnerstag, 11. Juni 2009

Kyoto Day 5 (Nara)

Am fünften und letzten Tag in Kyoto ging es nach Nara, einer früheren Hauptstadt Japans die etwa eine Stunde entfernt von Kyoto liegt. Dort gab es natürlich wieder die üblichen Schreine und Tempel. Allerdings wurden wir auch Zeuge der unglaublichen Anpassungsfähigkeit der Natur:

Kyoto Day 5 (Nara)

Dienstag, 9. Juni 2009

Kyoto Day 4 (East)

So damit euch nicht langweilig, hier ein paar Bilder vom vierten Tag in Kyoto. Diesmal ging es in den Osten von Kyoto. Ich würde es mal als "Altstadt" bezeichnen. Viele traditionelle Häuser in schöner Lage und natürlich ein paar Tempel und Schreine. Auch hatten wir einen "Sowas sieht man nur in Japan" Moment (Zitat "Lonely Planet" Reiseführer):

Kyoto Day 4 (East)

Montag, 8. Juni 2009

Strand

Gestern haben wir den ganzen Tag am Strand in Zushi verbracht. 28 Grad, keine Wolke (bis 16.00), Traumhaftes Wetter! Da kam richtig Urlaubsfeeling auf :) Es ist interessant wie man eine Stunde von Yokohama entfernt ein ganz anderes Japan erleben kann.

Strand

Kyoto Day 3 (Osaka)

Da der Wetterbericht nicht so viel Versprach, sind wir nach Osaka gefahren, dass eine Stunde südlich liegt. Osaka ist nach Tokio und Yokohama mit 2,6 Millionen Einwohnern die dritt grösste Stadt Japans. Vorher haben wir uns noch den Torii-Wege angesehen. Der Weg führt einen Berg hinauf und wird von tausenden roten Toren überspannt:

Kyoto Day 3 (Osaka)

Eigentlich wollten wir rechtzeitig vor dem Gewitter im Aquarium sein aber unser Timing war nicht so optimal und wir wurden etwas Nass. Das Aquarium war dann aber sehr Beeindruckend, man bekommt deutlich mehr für sein Geld geboten als im Seelife in Hannover:
Osaka Aquarium

Freitag, 5. Juni 2009

Kyoto Day 2 (West)

Nachdem der erste Tag von Müdigkeit und schlechtem Wetter gezeichnet war sollte am Zweiten alles besser werden. Die schlechte Wettervorhersage bestätigte sich zum Glück nicht und die Sonne schien fast den ganzen Tag. Die Paar Wolken machten die Temperaturen erträglich und die Fotos Spannend. Los ging es am Goldenen Schrein, alles weitere in den Fotokommentaren:

Kyoto Day 2 (West)

Als letzt Station an diesem Tag besuchten wir einen Monkey Park mit frei lebenden Affen. Für mich war das eines der Highlights unseres Kyoto Besuches (ja ich bin halt ein Kulturbanause :D):
Kyoto Monkey Park

Donnerstag, 4. Juni 2009

Kyoto Day 1 (Downtown)

Nach einer grausigen Busfahrt mit wenig Schlaf, haben wir uns gleich am ersten Tag Kyoto Downtown angeschaut. Das Wetter war bescheiden: dichte graue Wolkendecke und Nieselregen. Das gepaart mit dem Schlafentzug war unsere Laune auf einem Tiefpunkt...
Die Bilder sind nicht die spektakulärsten aber ich will sie euch nicht vorenthalten:

Kyoto Day 1 (Downtown)

Mittwoch, 6. Mai 2009

Mount Takao

Nachdem der erste Tag in der Golden Week für japanische Verhältnisse recht erträglich war, machten wir uns am Samstag auf zu einer kleinen Wanderung auf den Mount Takao, der nur ca. 90min mit der Bahn von Tokio entfernt ist. Wenn man die ganze Woche nur Beton sieht hat richtige Natur etwas sehr Entspannendes.... HALT es ist Golden Week!!!
Am Bahnhof angekommen ging das Chaos schon los. Man konnte vor lauter Japanern den Wald nicht mehr sehen! Sechs Wege führen zum Gipfel und wir wählten bewusst den schwierigsten und längsten... hat aber auch nicht viel geholfen. Die ganzen 3km hatte wir immer mindestens 10 Japaner im Blickfeld. Auf dem Gipfel angekommen gab es dann natürlich ein dichtes Gedränge. Schon erstaunlich, wieviele Japaner auf so einen Berg passen! Auf dem Rückweg wurde es dann noch schlimmer. Es gab tatsächlich Stau!!! Auf einem Wanderweg! Als Europäer kann man das einfach nicht begreifen, es wirkt irgendwie falsch. Für die Japaner schien es dagegen völlig normal.

Mt. Takao

Golden Week - Venus Fort

Vom 29.4. bis zum 6.5. ist in Japan die Golden Week. Sie Besteht aus einem durch drei nationale Feiertage verlängertem Wochenende. Da die Japaner nur sehr wenig Jahresurlaub bekommen, ist die Golden Week natürlich eine eine super Gelegenheit für Ausflüge und Kurztrips. Allerdings gibt es 130 Millionen Japaner und wenn die alle den selben Plan haben könnt ihr euch sicher vorstellen was passiert... Es gibt einfach nicht genug Ziele für alle! Die wenigen möglichen Ziele sind also hoffnungslos überfüllt. Nicht umsonst raten alle unsere Reiseführer dazu, in der Golden Week nix zu unternehmen. Aber 5 Tage rumsitzen und Däumchen drehen ist auch blöd. Und so ignorierten wir die Warnungen und machten uns auf den Weg (wir naiven Trottel!!!):

Freitag - Venus Fort (Odaiba, Tokio)
Das Venus Fort ist eine Shopping Mall, also ein großes Einkaufszentrum vergleichbar mit der Ernst-August-Passage. Das besondere ist allerdings, dass das Venus Fort eine italienische Kleinstadt nachbildet! Inklusive künstlichem Himmel mit Tagsezeitenwechsel! Zur Golden Week wurde dort gerade ein hawaiisches Fest gefeiert so das es zusätzlich zu den ganzen Markenklamotten auch noch hawaiisches Gedöns gab. Angrenzend an die Mall ist noch der Toyota Showroom für Autos und ein Vergnügungszentrum mit vielen Automaten, die wir uns auch angeschaut haben. Nach dem Shopping ging es dann mal wieder an den Strand von Odaiba, essen und die Aussicht auf den Sonnenuntergang genießen. Ich konnte endlich mein neues Stativ ausprobieren und ein paar stabile Bilder schießen. Dumm nur, dass ich vergessen habe, die ISO-Einstellung der Kamera nach der dunklen Shopping Mall wieder auf 100 zu stellen. Langzeitbelichtung mit ISO 800 produziert wirklich hässliches Isorauschen, 1gb Datenmüll :(

Die (guten) Bilder gibt es wie immer hier:

Venus Fort

Sonntag, 26. April 2009

Asakusa + Ueno + Akihabara

Am Donnerstag hatte die Keio Uni Jubiläum und wir einen freien Tag :)

Wir nutzen den Tag zum Sightseeing in Tokio:

Damit haben wir jetzt das wichtigste in Tokio abgegrast aber zu Entdecken gibt es sicher noch ne Menge. Speziell ins Elektronikviertel Akihabara werde ich wohl noch das Ein oder Andere mal fahren.

Montag, 20. April 2009

Kamakura

Da wir am Samstag ja noch nicht genug gelaufen sind, ging es Sonntag nach Kamakura.
Kamakura liegt etwas südlich von Yokohama und wir mussten ca. 30 min mit der Bahn fahren. Der Nahverkehr ist hier wirklich super organisiert aber dazu ein anderes mal mehr.

Wir stiegen eine Station vor Kamakura aus und betraten gleich den ersten Tempel in Bahnhofsnähe. Ungewöhnlicher weise mussten wir Eintritt zahlen (war in Tokio bisher nie der Fall) was sich aber wirklich lohnte, da die Ausmaße des Tempels alles übertraf, was wir bisher gesehen hatten. Und 2 Euro sind jetzt auch nicht die Welt, für sowas wird einem in Europa deutlich mehr abgeknüpft.

Weiter ging es zum nächsten Tempel, der gleich um die Ecke lag und irgendetwas mit Hasen zu tun hatte. Wer ein Deutung zu diesem Bild hat immer her damit :D


In allen unseren Reiseführern stand, dass man sich dann auf einem Pfad durch den Wald zu den nächsten Sehenswürdigkeiten begeben sollte. Ich rechnete schon mit vielen vielen Japaner, es war ja immerhin Sonntag und super Wetter. Aber es war recht leer. Der Grund dafür wurde deutlicher je länger man dem Pfad folgte. "Pfad" konnte in diesem Fall wörtlich genommen werden, denn viel mehr war es auch nicht. Nur durch uralte Wurzeln unterstützt ging es 3,3km die Berge Hoch und Runter! Das war eine willkommene Abwechselung zur Betonwüste, wo wir uns sonst aufhalten, aber halt doch etwas unerwartet :)

Nach ein paar Tempeln auf dem Weg und viel viel Natur mit wunderschöner Aussicht kamen wir dann beim großen Budda an. Mit Groß meine ich dabei 700 Jahre alt, 12 Meter hoch und 93 Tonnen schwer! (und man kann in von innen besichtigen!). Dort war dann auch die Touristenmeute mit der ich eigentlich schon früher gerechnet hatte.

Wie schon am Samstag ging es dann in den nächsten Supermarkt Essen und Bier kaufen und dann an den Strand. Mal wieder ein gelungener Ausflug mit dringend benötigter Natur!

Hier sind die Bilder:

Kamakura

Tokio Bay

Mal wieder haben wir ein anstrengendes Sightseeing Wochenende hinter uns gebracht. Samstag machten wir uns gegen Mittag auf, um uns den Tokio Tower und die künstliche Halbinsel Daiba in der Bucht von Tokio anzusehen. Auf dem Weg nahmen wir wie üblich ein paar Tempel mit :).
Die mögen zwar auf den Fotos alle gleich aussehen, haben aber dennoch alle ihren eigenen Charm (und lustige Götzenbilder!). Geführt wurden wir wie immer von Tim und seinem wunderbaren Reiseführer, der da weitermacht, wo mein Marco Polo aufhört und wirklich zu den kleinsten Tempeln noch einen Text hat!

Wir stiegen in der Nähe des Mita Campus aus und machten uns auf den Weg zum Tokio Tower, welcher eine Kopie des Eifelturms ist. Aber da einfaches Kopieren den Japanern wohl nicht gereicht hat haben sie ihn gleich mal 8 Meter höher gebaut... typisch japanisch. Den Aufstieg haben wir uns allerdings gespart, wir waren ja bereits auf dem Goverment Building, das im Gegensatz zum Tower kostenlos ist. Unter dem Tower haben wir dann auch den ersten Sovenierladen gefunden. Voll mit super kitschigen Zeugs! War aber auch nicht anders zu erwarten :)

Weiter ging es Richtung Shimbashi Station von wo aus wir einen fahrerlosen Zug zur Halbinsel Daiba nahmen. Die Fahrt war sehr spannend, da der Zug zuerst auf einer Hochtrasse durch die Häuserschluchten und dann nach einer Schleife über die Rainbowbridge fuhr. in Daiba angekommen war es bereits 5 und die Sonne näherte sich langsam der Skyline von Tokio. Wir besorgten uns in einem Supermarkt etwas zu Essen und nen Pils. Dann ging es an den Strand und wir warteten auf den Sonnenuntergang. Kann man jetzt schlecht beschrieben schaut euch einfach die Bilder an ;).

Als die Sonne dann weg war gingen wir noch am Strand entlang und machten ein paar Nachtaufnahmen. Auch die Freiheitsstatur wurde Fotografiert (ja die haben sie auch kopiert aber sie ist insgesamt nur 9 Meter hoch :D ).

Und wie immer der Link zum Picassa Album:

Tokio Tower + Daiba


Mit Hilfe von Hugin habe ich dann noch folgendes Panorama gezaubert:



Fazit des Tages: ich brauch nen vernünftiges Stativ und am besten nen Fernauslöser für die Kamera, bei langer Belichtungszeit werden die Bilder sonst zu unscharf...

Dienstag, 14. April 2009

Sakura

Die wunderbare Kirschblütenzeit hier in Tokio ist nun leider vorbei und die Blütenblätter sind alle wie Schnee zu Boden gefallen. Ich kann nun gut verstehen, warum die Japan so begeistert davon sind. So ein prächtig blühender Baum ist wirklich ein einmaliger Anblick! Ich hab mal meine Fotos durchforstet und die besten Bilder zusammengefasst:

Sakura

Akasaka

Samstag waren wir mal wieder unterwegs auf Sightseeing tour. Ziel war diesmal der Stadtteil Akasaka wo wir uns 2,5 Schreine angeschaut haben. Unterwegs fanden wir einen super Schnapsladen wo wir uns erstmal eingedeckt haben :) Mehr Infos gibt es wie immer in den Bildkommentaren.

Akasaka

Sonntag, 5. April 2009

Hanami

Zitat Wikipedia:

Hanami (jap. 花見, „Blüten betrachten“) ist die japanische Tradition, in jedem Frühjahr mit sogenannten „Kirschblütenfesten“ die Schönheit der in Blüte stehenden Kirschbäume zu feiern.

Ich würde das Ganze wie folgt definieren:
Hanami: merkwürdige Kreuzung aus Festival und Picknick. Das Gedränge am Eingang, der Staubige Boden und die Masse an Menschen im inneren des Parkes kann durchaus mit einem Festival mithalten. Allerdings fehlen typische Merkmale wie überall verteilter Müll und in den Büschen urinierende Personen. Dixiklos mit langen Schlangen sind allerdings Vorhanden, qualitativ aber nicht besser. Das reservieren der Plätze erfolgt bereits im Vorfeld (vgl. deutscher Pauschalurlauber). Das eigentliche Picknick besteht aus einheimischen Gerichten. Es ist darauf zu achten vor dem betreten der Picknickplane die Schuhe auszuziehen!

Alles in allem eine spassige Angelegenheit, sollange man nicht gerade auf Einlass wartet oder bei Parkschluss (um 16:30!) wieder zur Bahn möchte.
Das ganze war vom Hiyoshi International House organisiert und wir wurden dort von ein paar alten Omi's und Opi's bewirtet, die wie sich später herausstellte ehemalige Studenten der Uni sind. Es gab leckeres selbstgemachtes Essen allerdings weiß ich nicht was genau es alles war :D
Typisch für Japaner war dann wieder der kollektive Aufbruch ohne einen ersichtlichen Grund (der Park hatte noch ein paar Stunden offen). Wir sind dann noch ein bischen durch den Park spaziert und haben Fotos gemacht und Bier getrunken. Bei strahlendem Sonnenschein hat dann sogar das Bier geschmeckt ;)
Hanami

Andere Ansichten

Wer meinen Japanaufentlhalt mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten möchte, der sollte mal bei meinen beiden Kollegen Benni und Tim vorbeischauen. Dort werden dann wohl auch mal Bilder erscheine wo ich drauf bin ;)

Tim's Blog
Benni's Blog

Wir haben Freitag und Samstag wieder interessante Sachen erlebt, ich werd jetzt mal die Bilder sichten und das ganze in Worte fassen. :)

Donnerstag, 2. April 2009

Yagami Campus

Ich hatte heute Nachmittag einen Termin bei meinem Professor um das Thema meiner Arbeit zu besprechen. Da ich erst um 4 da sein mußte hab ich vorher noch ein paar Bilder vom Yagami Campus und der Umgebung gemacht. Die ersten 13 Bilder sind aus jeweils aus 3 Bildern mit unterschiedlicher Belichtungszeit entstanden. Die Technik nennt sich Exposure Blending und liefert bei geringem Aufwand tolle Ergebnisse (man braucht allerdings ein Stativ).

Yagami Campus


Das Treffen mit meinem Prof hätte übrigens nicht besser laufen können: ich kann das Thema bearbeiten, das wir uns am IFW schon zurecht gelegt hatten (das ist hier keine Selbstverständlichkeit hier!). Der Titel lautet
"Development of a System to Determine cutting Tool Paths according to human Guidance"
aber das werde irgendwann nochmal genauer erläutern.

Kaiser Palast + Ginza

So wieder ein paar neue Fotos von Tokio. Am Dienstag haben wir uns den Kaiser Palast (oder besser gesagt die Gärten drumherum) und das Nobel-Einkaufsviertel Ginza angschaut:


Kaiser Palast


Ginza